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Pooltagebuch

AURA Pooltagebuch





27 August, 2010 Thomas Prusnik Thomas Prusnik

Das manchmal schwere Los des Innovationstreibers

Gibt man in Wikipedia den Begriff “Evolution” ein, erscheinen unter anderem folgende Produkte die mit Eigennamen “Evolution” bezeichnet werden: Evolution (Film), eine Phantastikkomödie von Ivan Reitman, Evolution (Software), ein E-Mail- und Groupware-Programm, Evolution (Computerspiel), eine Reihe von Videospielen, Evolution (Zeitschrift), eine monatliche englischsprachige Fachzeitschrift, Evolution (Wrestling), ein Stable, ein Videospiel von Turok mit dem Titel Turok Evolution, eine Modellvariante des Mitsubishi Lancer, eVolution, ein Busmodell der Daimler AG. Eine Modellvariante von Aura ist hier (noch) nicht zu finden, wir arbeiten aber daran das zu ändern. Im Gegensatz zu den meisten aufgelisteten Produkten bei Wikipedia, haben wir bei der Schwimmbadüberdachung Aura E1 neueste Technologien und Materialien im Einsatz, die im Bereich Schwimmbadüberdachungen bislang noch nicht eingesetzt wurden.

Von der Ideenphase im Herbst 2007 bis zur Premiere im März 2009 haben wir mit Experten aus den unterschiedlichen Themenbereichen intensiv gearbeitet und geforscht, wobei wir neben dem Design insbesondere auf Verträglichkeit der neuen Materialeien und Klebetechnologien zueinander den Hauptaugenmerk gelegt haben. Die Schwierigkeit oder Komplexität lag unter anderem darin, fünf(!) völlig unterschiedliche Materialien miteinander so zu verbinden, dass wärmebedingte Ausdehungen, die nochdazu bei allen fünf Materialien unterschiedlich sind, ermöglicht werden, ohne Funktionalität, Optik und Betriebssicherheit einzuschränken. Während bei bisherigen Schwimmbadüberdachungen die unterschiedlichen Ausdehnungen von Aluminium und Kunststoff in einer Nut im Rahmenprofil kompensiert wird, muss dies bei der E1 vom Klebeaufbau übernommen werden.

Die Evolution ist das neue Top Produkt aus dem Hause Aura

Berechnungen, Labortests und Erfahrung mit den neuen Materialien aus anderen Anwendungsgebieten haben den Verkaufsstart im März 2009 nach nur einem Jahr Forschung & Entwicklung ermöglicht. Der Feldtest im werkseigenen Schaugarten hatte zum Ziel, die theoretischen Annahmen in der Praxis zu bestätigen. Über 12 Monate wurde die Anlage auf einem betriebsbereiten Pool auf Herz und Nieren getestet: tägliches Auf- und Zuschieben zwischen März und Oktober, Temperaturen zwischen -18°C und +34°C, Windböhen um 90km/h und Schneedruck von knapp 100kg/m² wurden unbeschadet überstanden.

Trotz dieser umfassenden Maßnahmen, hat uns der Sommer 2010 mit seinen Temperaturen jenseits der 36°C im wahrsten Sinne des Wortes zum Schwitzen gebracht. Nähmlich insofern, als die Kunststoffscheiben einiger weniger Anlagen durch die extreme Hitze in der Parkposition schlichtweg überhitzt sind. Der von uns eingesetzte Kunststoff SAN-UVP-PLUS hat die Eigenschaft, dass er sich ab 80°C verformt und nach innen oder außen gewölbt erstarrt. Betroffen von diesem Hitzeschaden waren einige Anlagen E1 insbesondere mit schwarzem oder dunklem UV-Liner (hier gibt’s bedingt durch die dunkle Farbe noch höhere Temperaturen) und Anlagen S1 bis S4 insbesondere mit getönten Scheiben. Wir sind mit jedem betroffenen Kunden im Kontakt und ich mache mir von jeder der insgesamt rund 20 Anlagen selbst ein Bild des Schadens und wir legen dann gemeinsam mit dem Kunden die Lösung fest. Diese Lösungen sind durchwegs individuell wie die Schwimmbadanlagen selbst und gehen von z.B. Zusatzbeschattungen bis Änderungen des UV-Liners.

Aber das ist auch das Los des Innovationsführers. Betritt man technologisch und insbesondere von den verwendeten Werkstoffen her Neuland, so lassen sich kleinere oder größere Rückschritte leider nicht ganz ausschließen. Wichtig ist, was man daraus lernt, wie man die teuer gewonnenen Erkenntnisse in neue Produkte umsetzt. Kann sich noch jemand an das erste iPhone erinnern? Ich schon. Und vor allem auch daran, wie viel Kritik das Unternehmen dafür hat einstecken müssen. Aber wie wohl das kürzlich erschienene iPhone 4 ausgesehen hätte, wenn Apple hier nicht jahrelang Erfahrung sammeln hätte können?

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Ein Kommentar

Karl Schartel 28. Januar 2011 09:30 Uhr

Da verlasse ich mich ganz auf AURA. Wichtig ist die Kundenzufriedenheit – und sicher uns nicht neu. Da muss die Erfahrung und Beratung auch den Wechsel des UV-Liners zulassen. Richtiger Weg!

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